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Wie man eine Menstruationstasse herstellt

16.08.2025

In den letzten Jahren MenstruationstasseMenstruationstassen haben sich als nachhaltige, kostengünstige und körperverträgliche Alternative zu herkömmlichen Menstruationsprodukten wie Binden und Tampons etabliert. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage ist es für Unternehmer, Verbraucher und Branchenexperten gleichermaßen wichtig, den komplexen Herstellungsprozess dieser Medizinprodukte zu verstehen. Dieser Leitfaden erläutert jeden Schritt der Menstruationstassenproduktion – von der Materialauswahl bis zur Qualitätskontrolle – und vermittelt Ihnen so ein umfassendes Verständnis dafür, was ein sicheres, funktionales und zuverlässiges Produkt ausmacht.

1. Auswahl der Rohstoffe: Die Grundlage für Sicherheit

Der erste und wichtigste Schritt bei der Herstellung einer Menstruationstasse ist die Auswahl der richtigen Rohstoffe. Da diese Produkte über längere Zeiträume in direkten Kontakt mit empfindlichem Vaginalgewebe kommen, sind nur Materialien in medizinischer Qualität zulässig. Zu den gängigsten Optionen gehören:

  • Medizinisches SilikonMedizinisches Silikon gilt als Goldstandard für Menstruationstassen, da es hypoallergen, hitzebeständig und biokompatibel ist. Es wird strengen Tests unterzogen, um sicherzustellen, dass es keine Phthalate, BPA oder andere schädliche Chemikalien enthält. Hersteller beziehen es in flüssiger Form, häufig von spezialisierten Lieferanten, die von Aufsichtsbehörden wie der FDA oder CE zertifiziert sind.
  • NaturkautschuklatexObwohl Naturkautschuk aufgrund von Latexallergien seltener verwendet wird, nutzen ihn einige Marken wegen seiner Elastizität. Dies erfordert jedoch eine strenge Allergenkennzeichnung und zusätzliche Verarbeitungsschritte, um allergieauslösende Proteine ​​zu entfernen.
  • Thermoplastische Elastomere (TPE)TPE ist eine synthetische Alternative zu Silikon und bietet eine ähnliche Flexibilität, muss aber dieselben medizinischen Standards erfüllen. Es wird mitunter aus Kostengründen gewählt, erfordert jedoch eine sorgfältige Rezeptur, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Die Rohstoffe werden vor Produktionsbeginn chargenweise auf Reinheit und Übereinstimmung mit ISO 10993 (biologische Bewertung von Medizinprodukten) geprüft.

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2. Konstruktionstechnik: Funktion und Komfort im Gleichgewicht halten

Menstruationstassen-Design ist eine Kombination aus Ergonomie, Anatomie und Benutzererfahrung. Ingenieure arbeiten mit Gynäkologen und Produktdesignern zusammen, um eine Form zu schaffen, die:

  • Passt bequem und auslaufsicher in die Vagina.
  • Ermöglicht einfaches Einsetzen und Entfernen
  • Fasst ein ausreichendes Volumen (typischerweise 15-30 ml)
  • Widersteht im Laufe der Zeit dem Reißen und der Zersetzung.

Zu den wichtigsten Gestaltungselementen gehören:

  • FelgenformEin weicher, abgerundeter Rand sorgt für einen sicheren und angenehmen Sitz. Einige Menstruationstassen haben einen ausgestellten Rand für besseren Halt beim Entfernen.
  • Karosseriedesign: Konische oder zylindrische Formen mit unterschiedlichen Wandstärken, um Flexibilität und Steifigkeit in Einklang zu bringen.
  • Stiel/Griff: Ein kleiner Vorsprung an der Basis erleichtert das Entfernen; erhältlich in verschiedenen Ausführungen wie Schlaufen, Kugeln oder kurzen Stielen.

Für erste Tests werden Prototypen entweder im 3D-Druckverfahren hergestellt oder aus Ton handgefertigt. Das Feedback von Fokusgruppen – mit Nutzerinnen unterschiedlichen Alters, Körpertyps und mit unterschiedlicher Menstruationsstärke – verfeinert das Design vor der Massenproduktion.

3. Formenbau: Präzision ist von größter Bedeutung

Sobald die Konstruktion finalisiert ist, fertigen die Hersteller mithilfe von computergestützter Konstruktion (CAD) und computergesteuerter numerischer Steuerung (CNC) kundenspezifische Formen an, üblicherweise aus Edelstahl oder Aluminium. Die Formen müssen folgende Anforderungen erfüllen:

  • MaßgenauToleranzen bis zu ±0,1 mm gewährleisten eine gleichbleibende Größe über alle Chargen hinweg.
  • GlattEine polierte Innenseite verhindert Oberflächenunebenheiten am Endprodukt, die Bakterien beherbergen könnten.
  • HitzebeständigDie Formen müssen den hohen Temperaturen des Aushärtungsprozesses standhalten (bis zu 200 °C bei Silikon).

Jede Form produziert einen Becher, und eine einzelne Produktionslinie kann Dutzende von Formen verwenden, um die Produktionsmenge zu decken. Die Formen werden regelmäßig auf Verschleiß und Beschädigungen überprüft, um die Qualität zu gewährleisten.

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4. Produktionsprozess: Von flüssig zu fest

Das Herstellungsverfahren hängt vom Material ab, aber SilikonbecherSie folgen einem standardisierten Prozess:

  • MischenFlüssiges Silikon wird in einem Vakuummischer mit Katalysatoren und gegebenenfalls Farbstoffen vermischt, um Luftblasen zu eliminieren, die den Becher schwächen oder Bakterien einschließen könnten.
  • CastingDie Silikonmischung wird in vorgeheizte Formen gegossen, die anschließend verschlossen werden. Bei größeren Produktionsmengen übernehmen automatisierte Maschinen diesen Schritt, um eine gleichmäßige Füllung zu gewährleisten.
  • AushärtungDie Formen werden in Industrieöfen bei kontrollierten Temperaturen (150–200 °C) 10–30 Minuten lang gebrannt. Durch diese chemische Reaktion wird die Flüssigkeit in ein festes, flexibles Material umgewandelt.
  • EntformenNach dem Aushärten werden die Becher vorsichtig aus den Formen entnommen. Überschüssiges Material (Grat) am Rand wird mit Präzisionswerkzeugen entfernt.
  • PolierenDie Oberfläche wird poliert, um verbleibende Unebenheiten zu entfernen. Dadurch entsteht eine glatte, porenfreie Oberfläche, die dem Bakterienwachstum widersteht.

Bei Latexbechern werden die Formen in flüssigen Latex getaucht, getrocknet und anschließend vulkanisiert (durch Erhitzen werden die Polymere vernetzt). TPE-Becher werden im Spritzgussverfahren hergestellt, bei dem geschmolzenes Material unter hohem Druck in Formen gepresst wird.

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5. Qualitätskontrolle: Gewährleistung von Sicherheit und Leistung

Um die globalen Vorschriften (FDA, CE, ISO 13485) zu erfüllen, werden in jeder Phase strenge Qualitätskontrollen durchgeführt:

  • SichtprüfungDie Tassen werden auf Risse, Verfärbungen oder unebene Oberflächen geprüft. Automatisierte Systeme mit Kameras können Mängel erkennen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.
  • DimensionsprüfungAus jeder Charge werden Stichproben entnommen und vermessen, um sicherzustellen, dass sie den Konstruktionsvorgaben entsprechen.
  • DichtigkeitsprüfungDie Becher werden mit Wasser gefüllt, um die Dichtigkeit zu überprüfen und so den Einsatz in der Praxis zu simulieren.
  • Biokompatibilitätstest: Tests auf extrahierbare und auslaugbare Stoffe gewährleisten, dass keine schädlichen Substanzen aus dem Becher in den Körper gelangen.
  • DauerhaftigkeitsprüfungDie Tassen werden wiederholten Biege- und Temperaturzyklen unterzogen, um jahrelangen Gebrauch zu simulieren und so sicherzustellen, dass sie nicht reißen oder sich zersetzen.

Fehlerhafte Produkte werden aussortiert, und Chargen mit wiederkehrenden Problemen werden zur Ursachenanalyse zurückgerufen.

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6. Sterilisation und Verpackung: Bereit für den Markt

Vor dem Verpacken werden Menstruationstassen sterilisiert, um eventuell vorhandene Bakterienreste zu entfernen. Gängige Methoden sind:

  • Ethylenoxid (EtO)-GasWirksam bei wärmeempfindlichen Materialien, allerdings ist eine Belüftung erforderlich, um toxische Rückstände zu entfernen.
  • GammabestrahlungEin hochenergetisches Verfahren, das sterilisiert, ohne chemische Spuren zu hinterlassen; ideal für Silikon.
  • AutoklavierenDampfsterilisation unter hohem Druck, geeignet für hitzebeständige Materialien.

Die Becher werden anschließend in sterilen, recycelbaren Materialien – oft Papier oder biologisch abbaubarem Kunststoff – verpackt und mit klaren Gebrauchs- und Reinigungshinweisen versehen. Viele Marken bieten zudem einen Aufbewahrungsbeutel für den hygienischen Transport an.

7. Konformität und Zertifizierung: Erfüllung globaler Standards

Um auf internationalen Märkten verkaufen zu können, müssen Hersteller Zertifizierungen erwerben:

  • FDA-Registrierung: Erforderlich für den Verkauf in den USA, einschließlich der Einreichung klinischer Daten und Herstellungsprotokolle.
  • CE-Kennzeichnung: In der EU obligatorisch, zeigt die Einhaltung der Richtlinien für Medizinprodukte an.
  • ISO 13485Eine speziell für Medizinprodukte entwickelte Zertifizierung für ein Qualitätsmanagementsystem, die einheitliche Produktionsstandards gewährleistet.

Die Aufsichtsbehörden führen regelmäßig Audits durch, um die fortlaufende Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen. Daher ist die Dokumentation jedes einzelnen Produktionsschritts unerlässlich.

8. Nachhaltigkeit in der Fertigung

Da umweltbewusste Verbraucher die Nachfrage ankurbeln, setzen die Hersteller verstärkt auf umweltfreundliche Praktiken:

  • AbfallvermeidungÜberschüssiges Silikon wird zu anderen Produkten recycelt, und das zum Kühlen der Formen verwendete Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet.
  • EnergieeffizienzÖfen und Maschinen werden, wo immer möglich, mit erneuerbaren Energiequellen betrieben.
  • Umweltfreundliche VerpackungMinimale, recycelbare oder biologisch abbaubare Materialien reduzieren den CO2-Fußabdruck des Produkts.

Fazit: Die Entwicklung eines Produkts, dem Sie vertrauen können

Die Herstellung von Menstruationstassen ist ein präziser Prozess, der Medizin, Ingenieurwesen und regulatorische Vorgaben vereint. Von der Auswahl medizinisch unbedenklicher Materialien bis hin zu strengen Tests ist jeder Schritt darauf ausgerichtet, Sicherheit, Komfort und Nachhaltigkeit für die Anwenderinnen zu gewährleisten. Da der Markt für Menstruationstassen weiter wächst, ermöglicht das Verständnis dieses Prozesses Verbraucherinnen, fundierte Entscheidungen zu treffen, und Unternehmern, Produkte zu entwickeln, die höchsten Standards entsprechen.

Ob Sie nun eine Marke sind, die in den Markt einsteigen möchte, oder eine Nutzerin, die neugierig ist, was in ihren Menstruationsprodukten enthalten ist: Das Erkennen der Komplexität hinter diesen kleinen, aber wirkungsvollen Produkten unterstreicht ihren Wert als sichere und umweltfreundliche Alternative.